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Yoga auf dem Stuhl![]()
Yoga – eine Lebensphilosophie, Lebenseinstellung aus Indien, die früher dort nur bestimmten elitären Bevölkerungsgruppen vorbehalten war, ist die angestrebte Harmonisierung oder Vereinigung von Körper, Geist und Seele. Yoga basiert auf jahrtausendealten Erkenntnissen, die aus Beobachtungen des Menschen, seinen Verhaltensweisen und Reaktionen - sowohl geistig als auch körperlich – von den Weisen (Rishis) geschlussfolgert wurden und ist mittlerweile im Westen – vorwiegend als körperorientiertes Trainings- oder Therapieverfahren angekommen. Für die meisten Menschen ist Yoga einfach eine Möglichkeit, aktiv die Gesundheit zu erhalten. Medizinische Studien belegen, dass Yoga sowohl im Nerven- als auch Hormondrüsensystem Ausgewogenheit und Harmonie herstellt. Es regt eine verstärkte Durchblutung der inneren Organe an. Es gibt viele verschiedene Formen und Möglichkeiten, Yoga auszuüben. Relativ neu – etwa seit den 80er Jahren – ist das „Yoga auf dem Stuhl“ (auch: „Stuhl-Yoga“), das von Erika Hammerström entwickelt wurde. Das Yoga auf dem Stuhl (YadS) ermöglicht es jedem Menschen, auch denjenigen, die – aus welchen Gründen auch immer – nicht mehr auf dem Boden, auf der Matte, üben können, sich mit Yoga zu befassen und seine positiven gesundheitlichen Wirkungen zu erlangen. Sie führen die Übungen – Asanas – im Rahmen Ihrer körperlichen Möglichkeiten aus. Yoga ist kein Leistungssport – schon gar nicht Yoga auf dem Stuhl. Nichts sollte forciert werden. Sie werden lernen, auf Ihren Körper zu hören. Er wird Ihnen signalisieren, wie weit Sie dehnen dürfen oder wie lange Sie eine Asana halten können. Sie selbst entscheiden, wann Sie mit der Übung aufhören und in die Entspannung gehen. Auch wenn Sie manche Übungen vielleicht nur teilweise ausführen können, weil z.B. die Gelenke schmerzen oder weil die Beweglichkeit nicht mehr so vorhanden ist, versuchen Sie trotzdem Ihr Bestes. Ihr Körper und Ihre Psyche werden es Ihnen mit einer nach und nach verbesserten Gesamtbefindlichkeit und positiveren Lebenseinstellung danken. Sie machen Yoga für sich, für Ihre Gesundheit, für Ihr Wohlbefinden – ohne Leistungsanspruch, ohne eine übersteigerte Erwartungshaltung, aber achtsam und bewusst. Geben Sie sich die Zeit, die Sie benötigen, damit sich Körper und Psyche auf Yoga einstellen können und über Sie regelmäßig, ruhig und gelassen – ohne sich zu überfordern. Sie nehmen sich die Zeit, nach jeder Yogaübung nachzuspüren, wie Ihr Körper reagiert, wie Sie sich fühlen. Während der Übung konzentrieren Sie sich auf die gerade aktiven Körperteile und darauf, dass Ihr Atem – trotz kleiner Anstrengung – gleichmäßig weiterfließt.
Die YadS – Übungsstunde hat folgende Struktur: 1. Eingangs-Entspannung Atemübungen – im Yoga: Pranayama („prana = Lebensenergie, „yama“ = Lenkung oder Kontrolle) – sind immer der erste Schritt in die Entspannung. Da die meisten Menschen zu flach atmen, verkümmert so ihre Atemmuskulatur, versteift der Brustraum und das für den Körper bereitgestellte Sauerstoffvolumen ist nicht ausreichend. Zudem werden zu wenige Stoffwechselendprodukte, die aus der Verdauung resultieren, abgeführt, d.h. das Säure-Basen-Gleichgewicht des Körpers wird gestört. 2. Dehn- und Streckübungen 3. Übungen für Füße und Beine 4. Übungen für Hände, Arme und Rücken Die Wirbelsäule mit ihren Hauptaufgaben - aufrechter Gang, Auffangen von Stößen und Lasten, Schützen der lebenswichtigen durch den Rückenmarkskanal verlaufenden Nervenstränge usw. – erfordert ein kräftige Rückenmuskulatur und viel Bewegung. Die Rückenübungen bringen in erster Linie eine Kräftigung und Entspannung der Rückenmuskulatur, eine Verbesserung der Flexibilität der Wirbelsäule sowie der Bandscheiben.
6. Abschluss-Entspannung So können wir selbst aktiv werden, um unsere Gesundheit zu erhalten. |